Adidas: Einen Schritt vor, 20 Schritte zurück

14 Jun

Es ist bemerkenswert, wenn ein Hersteller bewusst digitalen Selbstmord begehen will. Der neueste Kandidat für diese kleinen aber feinen Gruppe ist der Sportartikelhersteller Adidas.

Was treibt einen Hersteller dazu, sich aus Plattformen wie eBay und Amazon zurück zu ziehen? Sind es Produktpiraten? Ist es der Preisdruck?

Vermutlich ist es nichts davon.

Schauen wir uns zuerst an, warum ein Shop ausgeschlossen werden kann:

  1. Anbieten von gebrauchter oder beschädigter Waren
  2. Verkäufe durch private Endverbraucher möglich
  3. Mehrere Verkäufer für ein und dasselbe Produkt
  4. Keinen separaten Markenshop für jede zu adidas gehörende Marke

Dabei fällt ein Muster auf. Adidas möchte den Verkauf von gebrauchter Ware, auch durch Endkunden, erschweren, zudem will Adidas exklusiver erscheinen. Dafür sollen speziell angepasste Markenshops dienen, außerdem soll der Eindruck von Beliebigkeit durch verschiedene Konkurrenzangebote auf einer Plattform vermieden werden.

Adidas will seine Waren nicht einfach als einfache Produkte wahrgenommen haben, sie sollen Lifestyle Artikel sein, sie sollen einen Wert darstellen, eine eigene Ausstrahlung haben.
Da passt der Gebrauchtverkauf eines Schuhs eben nicht ins Muster, auch das 20 Händler einen Schuh anbieten hat wenig mit Exklusivität zu tun.

Was kann man als Verbraucher tun? Einfach Adidas ignorieren, wenn man diesen Methoden nicht zustimmt.



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