Microsoft Windows 8 und der goldene Käfig
18 Mai
Ja, vieles wird über Windows 8 geschrieben, sehr viel davon über Metro, der neuen Oberfläche. Doch von Softwareentwicklern hört man noch relativ wenig, dabei ist die Änderung auch für sie tiefgreifend.
Das neue Metro App-Prinzip ist weit näher an dem, was Apple mit iOS macht, als an einem klassischen Desktop. Freiheit war gestern, nun müssen sich die Apps voll dem System unterordnen. Das ist eine interessante Entwicklung, und ist bei Microsoft einen weiten weg gegangen.
Angefangen von DOS, das kaum mehr als ein mauer Programmstarter war, über Windows 3.x, das wenig macht über seine Anwendungen hatte. Die Kontrolle wurde größer, hier noch klar zum guten für den Benutzer, mit der Windows NT Reihe, die sich über Windows 2000 bis Windows 7 weiter erstreckte.
Auch Windows acht ist noch ein NT System, aber nun sind die Apps voll unter der Fuchtel von Metro, wenn es keine klassichen Desktop Apps sind, die auch auf den Desktop beschränkt bleiben.
Microsoft sagt, das solle den User schützen, und zu einem gewissen Teil stimmt das auch, schlechte Anwendungen konnten ein System immer stören, bei den Apps ist das weniger wahrscheinlich. Aber es nimmt auch Freiheit aus der ganzen Sache, und manche Anwendungen passen nicht in das Apps Model. Gerade viele kleine Helfenprogramme, die sind bei Windows heute nur im Tray zeigen, werden Probleme bekommen, ihre Aufgabe noch zu erledigen, oder müssen komplett verändert werden.
Sicher, den Desktop gibt es noch, und damit haben solche Apps noch einen Platz, aber wie lange wird das so sein, und wird es reibungslos sein?
Ein größeres Problem könnte der Store werden, der eine Zugangsschranke werden könnte, wie man sie heute schon bei Apples iOS sieht. Freiheit, ich sehe dich schwinden.






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